Wasserstoff-Realität VIII: Wasserstoff ist nicht das Problem. Das Problem ist die Umsetzung.

Wasserstoff ist heute kein technologisches Problem mehr. Das Problem besteht darin, dass wir es noch immer nicht schaffen, ihn in reale Projekte zu überführen. Genau dort entscheidet sich heute, was tatsächlich funktionieren wird – und was nur auf dem Papier bestehen bleibt.


Wo Projekte in der Realität scheitern

In der Praxis zeigen sich immer wieder dieselben Barrieren:

Fehlende Abstimmung zwischen Produktion und Nachfrage

Produktionskapazitäten existieren, aber es fehlt an gesicherter Abnahme. Beide Seiten warten – und das Projekt stockt.

Regulierung vs Realität

Nicht jedes sinnvolle Projekt erfüllt alle regulatorischen Vorgaben. Und nicht jedes Projekt, das diese erfüllt, ist wirtschaftlich tragfähig.

Fehlende Infrastruktur und Vernetzung

Projekte entstehen isoliert. Die Verbindung zwischen Produktion, Distribution und Nutzung fehlt häufig.

Fehlende grenzüberschreitende und interregionale Zusammenarbeit

Dabei ist genau diese oft der Schlüssel zur Verbindung von Ressourcen, Nachfrage und Infrastruktur.

Niemand hält das Gesamtsystem zusammen

Jeder löst seinen eigenen Teil. Doch dem Gesamtprojekt fehlt häufig eine klare Führung.


Was aus meiner Sicht am meisten fehlt

👉 Projekte werden von Anfang an nicht als funktionierende Gesamtsysteme aufgebaut.

Notwendig sind:

  • die richtigen Partnerstrukturen,
  • die Verbindung der gesamten Wertschöpfungskette,
  • ein technologischer Mix.

Nicht aus theoretischen Gründen, sondern wegen:

  • Wirtschaftlichkeit,
  • ganzjähriger Betriebsstabilität,
  • höherer Unabhängigkeit.

Eine einzige Technologie reicht meist nicht aus.


Die Rolle, die heute fehlt

Ich sehe sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Regionen eine hohe Bereitschaft, Projekte umzusetzen.

Gleichzeitig fehlen:

  • Mut,
  • Entscheidungen,
  • und jemand, der Projekte tatsächlich führt.

👉 Jemand, der:

  • Regionen und Staaten verbindet,
  • Investoren, Technologien und Industrie koordiniert,
  • und die Richtung von der ersten Idee bis zur Umsetzung hält.

Ohne diese Rolle verbleiben viele Projekte in der Analysephase.


Wie der Ausweg aussieht

Nicht über überkomplexe Megaprojekte.

👉 Sondern über kleinere, funktionierende Modelle, die realistisch sind und schrittweise erweitert werden können.

So lassen sich nach und nach:

  • Technologien ausbauen,
  • Sektoren verbinden (Industrie, Mobilität, Energie),
  • Infrastrukturen aufbauen.

Fazit

Wasserstoff ist heute keine Frage des „Ob“ mehr.

👉 Es ist eine Frage der Umsetzung.

Beginnen. Aufhören zu zögern. Erste funktionierende Projekte realisieren.


Persönlich

Ich sehe heute in Europa konkrete Lücken, aber auch reale Chancen.

Meine Vision richtet sich darauf, Wasserstoff zum Endkunden zu bringen – in Mobilität, Industrie und weiteren Anwendungsfeldern.

Die Grundlage bleibt jedoch immer gleich:

👉 Funktionierende Infrastruktur aufbauen.

Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Wasserstoffprojekten und Infrastrukturstrategien im europäischen Kontext.

Genau daran arbeite ich heute – einzelne Elemente so zu verbinden, dass Projekte als Ganzes funktionieren und real umgesetzt werden können.


Wasserstoff braucht keine weiteren Strategien. Wasserstoff braucht Umsetzung.


Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development


Wasserstoff-Realität VII: Clean Hydrogen Partnership – Die internationale Dimension von Wasserstoffprojekten

Wenn über die europäische Förderung von Wasserstoff gesprochen wird, richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf die RFNBO-Regulierung und die Bedingungen für erneuerbaren Wasserstoff aus Elektrolyse. Weniger Beachtung findet jedoch, dass es neben diesen Instrumenten Programme gibt, die ein breiteres Spektrum technologischer Lösungen und vor allem systemische, internationale Projekte unterstützen.

Eines davon ist die Clean Hydrogen Partnership (CHP).


Was ist die Clean Hydrogen Partnership?

Die Clean Hydrogen Partnership ist eine europäische Initiative zur Förderung von Forschung, Demonstration und der systemischen Integration von Wasserstofftechnologien. Ihr Ziel ist es nicht nur, einzelne Anlagen zu unterstützen, sondern funktionierende Ökosysteme aufzubauen, die miteinander verbinden:

  • die Produktion von Wasserstoff,
  • Verteilung und Infrastruktur,
  • konkrete Anwendungen in Industrie, Mobilität und Energiewirtschaft,
  • und vor allem die internationale Zusammenarbeit mehrerer Partner.

Im Gegensatz zu einigen anderen Instrumenten ist die Förderung nicht ausschließlich auf Wasserstoff beschränkt, der die Definition von RFNBO erfüllt. Projekte werden vor allem anhand folgender Kriterien bewertet:

  • technologische Innovationskraft,
  • systemische Integration,
  • Beitrag zur Dekarbonisierung,
  • sowie die Fähigkeit, ein langfristig tragfähiges Betriebsmodell zu schaffen.

Dies eröffnet Raum auch für Projekte, die auf Prinzipien der Kreislaufwirtschaft basieren, biogene Ressourcen nutzen oder mehrere technologische Ansätze innerhalb eines Systems kombinieren.


Hydrogen Valleys: Die Region als Grundlage

Eines der zentralen Konzepte der Clean Hydrogen Partnership sind die sogenannten Hydrogen Valleys – regionale Projekte, die die Produktion, Infrastruktur und konkrete Nutzung von Wasserstoff innerhalb eines definierten Gebiets miteinander verbinden.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Technologie, sondern:

  • eine reale Nachfrage nach Wasserstoff,
  • die Einbindung mehrerer Sektoren,
  • die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit,
  • sowie die Koordination der Akteure auf regionaler Ebene.

Wasserstoff ist hier kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer umfassenderen regionalen Transformationsstrategie.


Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als strategischer Vorteil

Grenzüberschreitende Regionen stellen eine besondere Chance dar. Benachbarte Gebiete teilen häufig:

  • ähnliche industrielle Strukturen,
  • logistische Verflechtungen,
  • Energieinfrastrukturen,
  • sowie gemeinsame Herausforderungen im Transformationsprozess.

Ein kleineres, realistisch konzipiertes Projekt auf einer Seite der Grenze kann als Pilot dienen. Wenn es auf realer Nachfrage und funktionierenden Partnerschaften basiert, kann es schrittweise erweitert werden – um zusätzliche Produktionskapazitäten, weitere Abnehmer und zusätzliche Infrastrukturelemente.

Ein solcher Ansatz ermöglicht es, ein Wasserstoffökosystem schrittweise aufzubauen, ohne einmalige überdimensionierte Investitionen und unabhängig von administrativen Staatsgrenzen. Auf diese Weise kann nach und nach ein vernetztes System entstehen, das die wirtschaftliche Logik der Region respektiert und gleichzeitig die internationale Dimension als Vorteil und nicht als Hindernis nutzt.


IF und CHP: Unterschiedliche Rollen, gemeinsames Ziel

Die europäischen Förderinstrumente im Wasserstoffbereich schließen sich nicht gegenseitig aus – im Gegenteil, sie ergänzen sich.

  • Der Innovation Fund konzentriert sich vor allem auf die Investitionsphase großer Projekte und signifikante Emissionsreduktionen im industriellen Maßstab.
  • Die Clean Hydrogen Partnership unterstützt den Aufbau internationaler Konsortien, die Demonstration von Lösungen und die systemische Integration auf regionaler Ebene.

Erfolgreiche Projekte entstehen jedoch nicht als Reaktion auf eine gerade geöffnete Ausschreibung. Sie entstehen dort, wo bereits vorhanden sind:

  • ein klar definierter regionaler Bedarf und ein entsprechendes Potenzial,
  • eine validierte Nachfrage,
  • funktionierende Partnerschaften,
  • sowie ein realistischer, schrittweiser Weg von der Vorbereitung bis zur Umsetzung.

Was bedeutet das für tschechische Regionen?

Die Clean Hydrogen Partnership ist nicht nur „eine weitere Fördermöglichkeit“. Sie ist ein Instrument, das es ermöglicht, regionale Strategien, technologische Lösungen und internationale Zusammenarbeit in einem funktionierenden Rahmen zu verbinden.

Für Regionen, die systematisch denken und bereit sind, zunächst ihr eigenes Potenzial zu validieren, kann sie einen logischen nächsten Schritt darstellen – insbesondere in Kombination mit weiteren europäischen oder nationalen Förderinstrumenten.

Entscheidend ist dabei nicht, einzelne Ausschreibungen isoliert zu betrachten, sondern sie in ein langfristiges Entwicklungskonzept zu integrieren. Die Fähigkeit, regionale Bedürfnisse, technologische Möglichkeiten und geeignete Finanzierungsinstrumente zu einem kohärenten Projekt zu verbinden, wird in den kommenden Jahren ausschlaggebend sein.


Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Wasserstoffprojekten und Infrastrukturstrategien im europäischen Kontext.


Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development


Wasserstoff-Realität VI: Wasserstoff zwischen Regulierung, Infrastruktur und Projektrealität

Die letzten Monate haben mehrere wichtige Signale gebracht, die es wert sind, in einen größeren Zusammenhang gestellt zu werden. Es geht dabei nicht um einzelne Förderaufrufe oder Technologien, sondern um die Frage, in welche Richtung sich das Wasserstoffsystem in Europa tatsächlich entwickelt.

Nach dem Innovation Fund – Czech National Info Day wird immer deutlicher, dass Wasserstoff nicht mehr als Experiment betrachtet wird, sondern als langfristiges Infrastrukturthema. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass zwischen politischen Zielen, regulatorischen Rahmenbedingungen und der realen Umsetzbarkeit von Projekten Spannungen entstehen, die nicht ignoriert werden können.


Wasserstoff wird zur Infrastruktur – nicht nur zur Technologie

Einer der wichtigsten Schritte der letzten Zeit ist der Vorschlag des sogenannten European Grids Package. Dieser reagiert zwar primär auf die Überlastung der Stromnetze infolge des schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien, umfasst aber erstmals auch systematisch die Wasserstoffinfrastruktur.

Konkret:

  • die Planung von Wasserstoffnetzen soll Teil des TYNDP (Ten-Year Network Development Plan) werden,
  • ENNO-H entsteht als gleichwertiger Partner zu ENTSO-E und ENTSO-G,
  • die Europäische Kommission hat strategische Energy Highways identifiziert, darunter zwei große Wasserstoffkorridore quer durch Europa.

Das ist ein starkes Signal:
👉 Wasserstoff wird als tragende Infrastruktur mit einem Zeithorizont von mehreren Jahrzehnten verstanden.


Regulierung treibt den Markt – aber zu welchem Preis

Gleichzeitig gilt, dass ein großer Teil des Wasserstoffmarktes heute durch Regulierung und nicht durch die natürliche Wirtschaftlichkeit von Projekten getrieben wird. Das zeigt sich sehr deutlich im Bereich RFNBO, Wasserstoffmobilität und PtX.

  • Preise werden nicht primär durch die Effizienz der Technologien bestimmt,
  • sondern durch Anforderungen an die Herkunft des Stroms, zeitliche Korrelation und die Erfüllung von Quoten,
  • Marktnachfrage entsteht oft erst sekundär – als Reaktion auf regulatorische Verpflichtungen.

Das ist an sich nicht falsch. Regulierung hat in einer Transformationsphase ihre Berechtigung. Problematisch wird es jedoch in dem Moment, in dem der regulatorische Rahmen technologische Optionen einschränkt, anstatt systemische Optimierung zu ermöglichen.


Zentrale Korridore vs. regionale Realität

Die geplanten europäischen Wasserstoffkorridore zeigen eine klare Ausrichtung auf:

  • große Volumina,
  • Import,
  • lange Transportdistanzen.

Aus Sicht der europäischen Energiestrategie ist das nachvollziehbar. Aus Sicht von Regionen, Industrie und konkreten Projekten ergeben sich jedoch zentrale Fragestellungen:

  • Verfügbarkeit von Wasserstoff am Ort des Verbrauchs,
  • Kosten unter Berücksichtigung von Transport und Infrastruktur,
  • Abhängigkeit von externen Lieferketten,
  • zeitlicher Rahmen der Umsetzung.

Genau hier öffnet sich erneut das Thema regionaler und dezentraler Lösungen, die nicht im Widerspruch zur europäischen Strategie stehen müssen, sondern vielmehr eine notwendige Ergänzung darstellen.


Technologischer Mix ist keine Schwäche, sondern eine Notwendigkeit

Aus der Praxis von Projekten wird immer deutlicher:

  • Keine einzelne Technologie kann alle Anwendungen abdecken,
  • nicht jede Region verfügt über die gleichen Voraussetzungen,
  • und nicht jeder Sektor benötigt die gleiche Art von Wasserstoff.

Stabile industrielle Abnahme, Mobilität, Energiewirtschaft und PtX-Anwendungen stellen unterschiedliche Anforderungen an:

  • Versorgungskontinuität,
  • Kostenstruktur,
  • CO₂-Fußabdruck,
  • Investitionsstruktur.

Deshalb ist es sinnvoll, technologieneutral zu denken und Lösungen zu suchen, die:

  • Infrastruktur, Produktion und Nutzung miteinander verbinden,
  • lokale Ressourcen und Rahmenbedingungen berücksichtigen,
  • und nicht nur regulatorisch, sondern auch wirtschaftlich und betrieblich tragfähig sind.

Was sich aus dem Innovation Fund – Czech National Info Day ableiten lässt

Der Innovation Fund hat erneut bestätigt:

  • Die EU ist bereit, in großem Umfang in Wasserstoff zu investieren,
  • erwartet jedoch Projekte mit einem klaren systemischen Mehrwert.

Für die nächste Phase der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft wird entscheidend sein:

  • Regulierung und betriebliche Realität miteinander zu verbinden,
  • Infrastruktur und Produktion als integriertes System zu betrachten,
  • und eine offene Diskussion darüber zu führen, wo Wasserstoff sinnvoll eingesetzt werden kann – und wo weniger.

Wasserstoff ist kein Ziel an sich. Er ist ein Werkzeug. Und wie jedes Werkzeug funktioniert er nur dann, wenn er im richtigen Kontext eingesetzt wird.


Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Wasserstoffprojekten und Infrastrukturstrategien im europäischen Kontext.


Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development


Wasserstoff-Realität V: Warum es sinnvoll ist, über „grünen“ Wasserstoff außerhalb von RFNBO nachzudenken

In den vorherigen Beiträgen habe ich mich mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Kategorien von „grünem“ Wasserstoff und damit beschäftigt, wie die europäische Regulierung technologische Entscheidungen beeinflusst. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weitergehen – hin zu einer praktischen Frage, die Industrie, Mobilität und Energiewirtschaft heute beschäftigt:

Ist es sinnvoll, in die Produktion und Nutzung von Wasserstoff zu investieren, der nicht nach RFNBO erzeugt wird, aber die Anforderungen von RED II / RED III erfüllt?

Die kurze Antwort lautet: Ja – wenn wir strategisch, langfristig und im Kontext einer realen Dekarbonisierung denken.


Dekarbonisierung geschieht nicht über Nacht

Große Industrieprojekte – ob in der Stahlindustrie, Chemie, Energiewirtschaft oder im Verkehr – werden nicht in Monaten, sondern in Jahren geplant. Das gilt ebenso für:

  • den Bau von Produktionsanlagen,
  • Genehmigungsverfahren,
  • Infrastruktur,
  • Integration in bestehende Prozesse.

Auf einen „idealen“ regulatorischen Zustand zu warten, bedeutet oft, zu lange zu warten.

Während sich die Regulierung weiterentwickelt, entstehen Emissionen jeden Tag. Genau hier kommen Technologien ins Spiel, die die Anforderungen von RED II / RED III erfüllen – einschließlich der Wasserstoffproduktion aus Biomasse, biogenen Reststoffen oder anderen emissionsarmen Verfahren.


Was Wasserstoff außerhalb von RFNBO Unternehmen bringt

Aus Sicht von Industrie, Mobilität und Kommunen bieten solche Projekte mehrere konkrete Vorteile:

  • reale Emissionsreduktionen bereits heute, nicht erst in der Zukunft,
  • höhere Energieunabhängigkeit,
  • stabile Produktion unabhängig von Wetterbedingungen,
  • Integration von Kreislaufwirtschaft,
  • Aufbau von Infrastruktur, Know-how und Betriebsteams.

Wasserstoff nach RED II / RED III hat die gleiche Qualität und Nutzbarkeit – in Industrie, Mobilität und Energieerzeugung. Der Unterschied liegt nicht im Molekül, sondern in der regulatorischen Einordnung.


Und die Nachteile? Diese sollten klar benannt werden

Aus heutiger gesetzlicher Sicht ist es wichtig, auch die Nachteile offen anzusprechen:

  • solcher Wasserstoff kann nicht immer auf RFNBO-Quoten angerechnet werden,
  • Unternehmen können temporäre Sanktionen oder Abgaben nicht vermeiden,
  • Fördermechanismen sind weniger direkt als bei RFNBO-Projekten.

Das sind reale Einschränkungen.

Und genau hier kommt strategisches Denken ins Spiel.


Wer vorbereitet ist, wird nicht überrascht

Wenn ein Unternehmen heute:

  • in Technologien investiert,
  • Emissionen reduziert,
  • Prozesse etabliert,
  • Infrastruktur aufbaut,

befindet es sich bei einer regulatorischen Änderung nicht am Anfang, sondern kurz vor dem Ziel.

Während andere noch planen, genehmigen und bauen, können vorbereitete Unternehmen:

  • schnell auf neue Rahmenbedingungen reagieren,
  • ihre Aktivitäten ausweiten,
  • oder ihre Technologie erweitern.

Welche Rolle spielt die Finanzierung?

Europäische Instrumente wie der Innovationsfonds setzen derzeit einen starken Fokus auf RFNBO, gleichzeitig jedoch:

  • unterstützen sie breitere Dekarbonisierungslösungen,
  • bewerten den gesamten Emissionsbeitrag eines Projekts,
  • und passen sich schrittweise der technologischen Realität an.

Deshalb ist es sinnvoll, Projekte bereits heute vorzubereiten – auch wenn die Rahmenbedingungen noch nicht ideal sind.


Fazit

Wasserstoff nach RED II / RED III ist keine Umgehung der Dekarbonisierung. Er ist ein pragmatischer Weg:

  • Emissionen zu reduzieren,
  • sich auf die Zukunft vorzubereiten,
  • und keine Zeit zu verlieren.

Es geht nicht darum, gegen Regeln zu handeln. Es geht darum, vorbereitet zu sein, wenn sich die Regeln weiterentwickeln.

Und gerade in der Dekarbonisierung gilt:

Wer vorbereitet ist, wird nicht überrascht.


Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Wasserstoffprojekten und Infrastrukturstrategien im europäischen Kontext.


Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development


Wasserstoff-Realität IV: Haben Projekte außerhalb von RFNBO eine Chance auf Förderung?

Ich habe am Innovation Fund – Czech National Info Day teilgenommen, der die Bedingungen und Erwartungen des Europäischen Innovationsfonds (Innovation Fund, CINEA) für kommende Ausschreibungen vorgestellt hat.

Mein Ziel war es zu prüfen, ob Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte zur Wasserstoffproduktion aus Biomasse für industrielle Anwendungen bestehen – sowie für Technologien, die nicht unter RFNBO fallen, aber dennoch signifikante Emissionsreduktionen ermöglichen.

Entscheidend ist nicht das Label, sondern der Beitrag

Eine zentrale Botschaft der Veranstaltung war klar:
Der Innovationsfonds ist nicht ausschließlich auf RFNBO-Technologien beschränkt.

Bewertet wird, ob ein Projekt:

  • innovativ ist,

  • messbare Emissionsreduktionen erzielt,

  • technisch und wirtschaftlich realisierbar ist,

  • und in emissionsintensiven Sektoren Anwendung findet.

Projektvorbereitung als Schlüssel

Ein entscheidender Faktor ist die Qualität der Projektvorbereitung.

Erforderlich sind u. a.:

  • Machbarkeitsstudie

  • Business Case

  • Finanzmodell

  • Risikoanalyse

  • Emissions-Baseline

  • Finanzierungsstruktur

Die Vorbereitung dauert häufig mindestens sechs Monate.

Umsetzung und Zeitrahmen

Nach Bewilligung der Förderung muss das Projekt in der Regel innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden.

Rolle des Umweltministeriums

In Tschechien spielt das Umweltministerium eine wichtige Rolle als nationaler Ansprechpartner und möglicher Partner bei ergänzender Finanzierung.

Die finale Entscheidung trifft jedoch die Europäische Kommission über CINEA.

Bedeutung für Wasserstoffprojekte

Diese Informationen sind besonders relevant für Wasserstoffprojekte aus:

  • Biomasse

  • biogenen Reststoffen

  • anderen nicht-RFNBO Technologien

Sie zeigen, dass auch diese Technologien realistische Finanzierungschancen haben.


Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Wasserstoffprojekten und Infrastrukturstrategien im europäischen Kontext.

Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development


Wasserstoff-Realität III: EU-Regulierung – warum nicht jeder Mix ein echter Mix ist

Wenn von einem Energiemix gesprochen wird, denkt man an eine ausgewogene Kombination verschiedener Technologien. Doch die Realität der EU-Regulierung sieht anders aus.

Nicht jeder Mix ist ein echter Mix. Und nicht jeder „grüne“ Wasserstoff ist regulatorisch gleichwertig.

Die regulatorischen Kategorien

Die EU unterscheidet:

  • RFNBO,

  • RED II / RED III Wasserstoff,

  • weitere CO₂-arme Technologien.

Diese Einteilung entscheidet über:

  • Förderfähigkeit,

  • Quotenerfüllung,

  • wirtschaftliche Realisierbarkeit.

RFNBO – der bevorzugte Weg

Strenge Anforderungen:

  • Additionalität,

  • zeitliche Korrelation,

  • geografische Korrelation,

  • 70 % Emissionseinsparung.

In Mitteleuropa ist dies technisch und wirtschaftlich äußerst anspruchsvoll.

RED II / III – breiter gefasst

RED-Wasserstoff kann:

  • Biomasse und Biogas nutzen,

  • stabil 24/7 produzieren,

  • vergleichbare Emissionswerte erreichen,

  • kosteneffizient sein,

  • zirkuläre Modelle unterstützen.

Technologisch sinnvoll. Wirtschaftlich tragfähig.

Dennoch regulatorisch oft benachteiligt.

Der Kern des Problems

Nicht alles, was technisch grün ist, gilt regulatorisch als „anerkannt grün“.

Das verzerrt Investitionsentscheidungen.

Fazit

Eine echte Dekarbonisierung erfordert technologische Neutralität.

Nicht die Technologie sollte vorgeschrieben werden — sondern das Emissionsziel.

Kristýna Váchalová

Hydrogen Business Development
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Wasserstoff-Realität II: Grüner Wasserstoff ist nicht immer gleich. Warum? Und was bedeutet das für die Dekarbonisierung?

Als ich vor einigen Wochen den Satz hörte „grüner Wasserstoff ist nicht immer grün“, ließ mich das kurz innehalten. Mit Wasserstoff bin ich erstmals vor rund fünfzehn Jahren bei der Daimler AG in Berührung gekommen. Seitdem kehre ich immer wieder zu diesem Thema zurück und beschäftige mich in den letzten Jahren intensiv damit – im tschechischen ebenso wie im europäischen Kontext.

Trotz dieser langjährigen Erfahrung muss ich zugeben: Viele Begriffe und Zusammenhänge rund um die „Grünheit“ von Wasserstoff sind keineswegs intuitiv. Oft bleibt unklar, was genau hinter einzelnen Bezeichnungen steckt – und warum bestimmte Wasserstoffpfade als wertvoll gelten, während andere es nicht tun, obwohl beide technisch sauber oder emissionsarm sein können.

Und damit bin ich nicht allein. Die Verwirrung darüber, was als grüner, erneuerbarer, CO₂-armer, RFNBO- oder RED-zertifizierter Wasserstoff gilt, ist in Europa weit verbreitet. Obwohl Wasserstoff immer häufiger diskutiert wird, verstehen viele nicht, warum einzelne Technologien unterschiedlichen regulatorischen Kategorien zugeordnet werden – und welche praktischen Konsequenzen das hat.

Genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden, über dieses Thema zu schreiben: einfach, technisch fundiert und verständlich. Für alle, die sich in der Praxis mit Dekarbonisierung beschäftigen.


Wer beschäftigt sich heute mit Dekarbonisierung? Praktisch alle.

Wasserstoff betrifft längst nicht mehr nur eine kleine Gruppe von Technologieunternehmen. Er betrifft:

  • energieintensive Industrien wie Stahl, Zement, Glas und Chemie,

  • Logistikunternehmen,

  • Städte und Regionen,

  • den Bausektor,

  • Luftfahrt und Verteidigung,

  • und künftig viele weitere Branchen.

Jeder Akteur mit hohen Emissionen steht vor derselben Frage:
Wie lassen sich fossiler Wasserstoff oder Erdgas ersetzen – und wie können die europäischen regulatorischen Vorgaben erfüllt werden?

Und genau hier beginnt das Problem: Grüner Wasserstoff ist nicht immer gleich grün.

Der Grund dafür ist nicht technologisch, sondern regulatorisch.


Unterschiedliche Wasserstoffkategorien in der EU-Regulierung

Die Europäische Kommission definiert mehrere Wasserstoffkategorien, die sich teilweise erheblich voneinander unterscheiden.

1️⃣ RFNBO – der „Goldstandard“ aus Sicht der EU

RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) bezeichnet Wasserstoff aus Elektrolyseuren, die ausschließlich mit erneuerbarem Strom (Wind, Sonne, Wasser) betrieben werden.

Damit Wasserstoff als RFNBO gilt, müssen strenge Kriterien erfüllt werden:

  • Additionalität – Nutzung neuer erneuerbarer Stromkapazitäten,

  • zeitliche Korrelation – Elektrolyse nur bei gleichzeitiger Erzeugung erneuerbarer Energie,

  • geografische Korrelation – räumliche Nähe von Stromquelle und Elektrolyseur,

  • über 70 % Treibhausgaseinsparung gegenüber fossilem Wasserstoff.

Die Folge: In Ländern wie Tschechien ist RFNBO nur schwer umsetzbar. Die erneuerbare Stromerzeugung ist begrenzt und volatil. Unternehmen sagen daher häufig:

„RFNBO ist auf dem Papier gut – in der Praxis aber kaum erreichbar.“

Trotzdem sind an RFNBO verbindliche Quoten, Fördermechanismen und Sanktionen gekoppelt.


2️⃣ RED II und RED III – eine andere Logik von „grünem Wasserstoff“

Nach RED II und RED III kann Wasserstoff als erneuerbar gelten, wenn:

  • definierte Nachhaltigkeitskriterien erfüllt sind,

  • CO₂-Einsparungen gemäß Methodiken nachgewiesen werden,

  • die Herkunft der eingesetzten Rohstoffe nachvollziehbar ist.

Im Gegensatz zu RFNBO ist Biomasse hier ausdrücklich zugelassen. Wasserstoff kann entstehen aus:

  • thermochemischer Umwandlung von Rest- und Abfallbiomasse,

  • Biogas oder Biomethan,

  • geeigneten Abfallströmen gemäß RED-Kriterien.

Das Ergebnis kann vollständig erneuerbarer Wasserstoff nach RED II/III sein – auch wenn er nicht den RFNBO-Anforderungen entspricht.


3️⃣ Alternative Technologien zur Wasserstofferzeugung

Neben Elektrolyse und Biomasse existieren weitere CO₂-arme Herstellungswege:

  • Methanpyrolyse (fester Kohlenstoff statt CO₂),

  • partielle Oxidation von Biomethan,

  • Plasmatechnologien,

  • Reforming mit CCS,

  • Vergasung von Abfallstoffen (bei Erfüllung der RED-Kriterien).

Diese Technologien können einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten, auch wenn sie regulatorisch anderen Kategorien zugeordnet werden.


Warum erschwert das die Dekarbonisierung?

Auf der HyBaBo-Konferenz im deutschen Selb hörte ich eine Aussage, die mich ehrlich überrascht hat:

Unternehmen zahlen lieber hohe Strafzahlungen für nicht erfüllte RFNBO-Quoten, als günstigeren und stabilen Wasserstoff nach RED II/III zu nutzen.

Auf die Frage nach dem Warum lautete die Antwort:

„Weil dieser Wasserstoff nicht auf die verpflichtende RFNBO-Quote angerechnet wird.“

Und das, obwohl RED-konformer Wasserstoff:

  • günstiger ist,

  • rund um die Uhr produziert werden kann,

  • lokal verfügbar ist,

  • und eine sehr niedrige CO₂-Bilanz aufweisen kann.

Diese Erkenntnis war für mich zentral: Technologische Realität und regulatorische Realität klaffen in Europa derzeit deutlich auseinander.


⭐ Ziel dieser Serie

Ich möchte all jenen helfen, die sich im Dickicht aus Regularien, Abkürzungen, Zertifizierungen und Dekarbonisierungsvorgaben verlieren – genauso wie ich mich anfangs verloren habe, bevor ich begonnen habe, die Zusammenhänge systematisch zu verstehen.

Diese Serie ist kein akademisches Lehrbuch und kein fertiger Leitfaden. Sie ist ein fortlaufender Prozess des Erklärens, Einordnens und Teilens von Erkenntnissen aus meiner praktischen Arbeit, aus Gesprächen und aus konkreten Projekten.

In den nächsten Beiträgen werde ich Themen aufgreifen, die logisch aufeinander aufbauen – von verschiedenen Wasserstoffpfaden über regulatorische Unterschiede bis hin zu den praktischen Auswirkungen auf Industrie, Regionen und Projekte.

Vor allem aber möchte ich dazu beitragen, dass Wasserstoff nicht nur ein regulatorisches Häkchen bleibt, sondern zu einem echten Instrument der Dekarbonisierung wird.


⭐ Abschließende Einladung

Wenn Sie sich für diese Themen interessieren, freue ich mich, wenn Sie den Newsletter „Wasserstoff-Realität“ abonnieren.

Ich beschäftige mich mit Wasserstoff nicht nur als Beobachterin. Ich arbeite mit Industrieunternehmen, Städten, Investoren und Technologiepartnern an der Vorbereitung und Umsetzung von Wasserstoffprojekten – von der Erzeugung bis zur realen Anwendung in Industrie und Mobilität. Dabei verbinde ich Technologien, Fachwissen und regionale Potenziale so, dass Projekte technisch wie wirtschaftlich sinnvoll sind.

Wenn Ihr Unternehmen:

  • erste Schritte Richtung Dekarbonisierung plant,

  • nach geeigneten Technologien oder Partnern sucht,

  • den Einsatz von Wasserstoff in Industrie, Mobilität oder Energie prüft,

  • oder seine Optionen unverbindlich diskutieren möchte,

können wir uns jederzeit austauschen.

Ich bin überzeugt: Wasserstoff kann ein wirkungsvolles Instrument der Dekarbonisierung sein – wenn er richtig eingeordnet und praktisch umgesetzt wird.

Ich freue mich auf den nächsten Teil dieser gemeinsamen Reise.

Kristýna Váchalová
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Wasserstoff-Realität I: Wo stehen wir heute?

In den vergangenen Monaten begegne ich zunehmend der Aussage, „Wasserstoff habe sich nicht durchgesetzt“ oder „die Wasserstoffblase sei geplatzt“. Solche Bewertungen greifen aus meiner Sicht zu kurz. Was wir derzeit erleben, ist nicht das Ende von Wasserstoff, sondern das Ende einer Phase überhöhter Erwartungen.

Die Wasserstoffwirtschaft hat sich nie als ein einzelnes Thema, eine einzelne Technologie oder ein homogener Markt entwickelt. Von Beginn an handelt es sich um ein Bündel sehr unterschiedlicher Segmente mit jeweils eigener Dynamik, zeitlicher Entwicklung und unterschiedlichem Reifegrad – technologisch wie wirtschaftlich. Genau das wird heute immer deutlicher sichtbar.

Wasserstoff ist kein einheitlicher Markt

Die Diskussion über Wasserstoff wird häufig auf eine einfache Frage reduziert: „Funktioniert das – oder nicht?“
Tatsächlich umfasst Wasserstoff jedoch ein komplexes Ökosystem miteinander verknüpfter Bereiche, darunter:

  • unterschiedliche Wege der Wasserstofferzeugung,

  • Infrastruktur und Logistik,

  • konkrete Anwendungen in Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft,

  • Regulierung, Zertifizierung und Finanzierungsinstrumente.

Jeder dieser Bereiche befindet sich in einer anderen Entwicklungsphase. Während einige Technologien in den vergangenen Jahren stark im Fokus standen, entwickeln sich andere weniger sichtbar, dafür jedoch oft deutlich systematischer. Wasserstoff pauschal zu bewerten, führt daher zwangsläufig zu verzerrten Schlussfolgerungen.

Von Ambitionen zur Umsetzbarkeit

Die Jahre 2021 bis 2023 waren in Europa geprägt von hohen Ambitionen: Strategien, Zielvorgaben, politische Erklärungen und Ankündigungen großvolumiger Projekte. Diese Phase war wichtig und notwendig. Gleichzeitig war es unvermeidlich, dass ein Teil dieser Pläne mit der Realität konfrontiert wurde – insbesondere mit:

  • Kostenstrukturen,

  • regulatorischen Anforderungen,

  • der Verfügbarkeit von Infrastruktur,

  • und vor allem mit fehlender Nachfrage.

Die aktuelle Phase würde ich daher nicht als Abschwung, sondern als Phase der Konsolidierung bezeichnen. Der Markt verschiebt sich von Visionen hin zu sehr konkreten Fragestellungen:

  • Wer wird Wasserstoff tatsächlich abnehmen?

  • Unter welchen Bedingungen?

  • Und welche Projekte sind investitionsreif – und nicht nur konzeptionell?

Die Schlüsselrolle der Abnahme (Offtake)

Aus meiner Erfahrung entscheidet heute weniger die Technologie selbst als vielmehr die konkrete Anwendung. Projekte mit klar definierten Abnehmern, einer Anbindung an bestehende Industrie oder Infrastruktur sowie einem realistischen Geschäftsmodell haben deutlich bessere Erfolgsaussichten als isolierte Vorhaben ohne reale Nachfragebasis.

Genau an dieser Stelle beginnt sich der Markt derzeit zu differenzieren. Und genau deshalb ist die aktuelle Phase für viele Unternehmen und Investoren herausfordernd – zugleich aber strategisch entscheidend.

Konsolidierung als notwendige Entwicklungsphase

Jede technologische Transformation durchläuft eine Phase, in der sich Erwartungen und Umsetzbarkeit voneinander trennen. Wasserstoff bildet hier keine Ausnahme. Die derzeitige Phase stellt kein Scheitern des Konzepts dar, sondern ist ein notwendiger Schritt, um Pilotprojekte in stabile Betriebsmodelle und einzelne Initiativen in ein funktionierendes Gesamtsystem zu überführen.

Für Unternehmen und Projektentwickler bedeutet dies, die nächsten Schritte sorgfältig zu wählen, Risiken zu minimieren und Partnerschaften aufzubauen, die langfristig tragfähig sind – nicht nur auf dem Papier.

Was künftig entscheidend sein wird

Die weitere Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft wird nicht von der Anzahl an Strategien oder von medialer Sichtbarkeit abhängen. Entscheidend wird vielmehr die Fähigkeit sein,

  • Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung miteinander zu verbinden,

  • innerhalb des bestehenden regulatorischen Rahmens zu agieren,

  • und Projekte so vorzubereiten, dass sie auch jenseits von Förderprogrammen Bestand haben.

Wasserstoff bleibt ein wichtiges Instrument der Dekarbonisierung – nicht als universelle Lösung, sondern als Bestandteil eines umfassenderen Energie- und Industriesystems.

Fazit

Die Wasserstoffwelt befindet sich heute an einem Punkt, an dem der Unterschied zwischen Versprechen und Realität deutlich wird. Für diejenigen, die bereit sind, mit dieser Realität zu arbeiten, ist dies paradoxerweise eine sehr starke und zukunftsträchtige Phase. Gerade jetzt zeigt sich, welche Projekte auf einem soliden Fundament stehen – und welche auf der Ebene von Erwartungen verharren werden.

Kristýna Váchalová
Hydrogen Business Development
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Ganzheitliche Wasserstofflösungen von HyConnect – von Biomasse bis H₂-Mobilität

💧 Ganzheitliche Wasserstofflösungen – von Biomasse bis Mobilität

Wasserstoff wird zunehmend zu einem zentralen Element der europäischen Energiewende.
HyConnect bietet ganzheitliche Lösungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung bis zur konkreten Nutzung in Industrie, Energieversorgung und Mobilität.


🌱 Grüne Wasserstoffproduktion aus Biomasse

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen HiTES Holding GmbH liefern wir eine Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff aus Biomasse – eine hocheffiziente und umweltfreundliche Alternative zur Elektrolyse.

Die HiTES-Technologie ermöglicht eine bis zu 70 % effiziente und CO₂-negative Wasserstofferzeugung aus biogenen Reststoffen – aus Forst-, Landwirtschafts- und kommunalen Quellen.
Dieser Prozess minimiert nicht nur den CO₂-Fußabdruck, sondern erzeugt gleichzeitig ein wertvolles Nebenprodukt: Biokohlenstoff.

Durch diese Methode können die Produktionskosten um bis zu 60–70 % im Vergleich zur Elektrolyse gesenkt werden – auch ohne Fördermittel.


⚙️ HyConnect-Lösungen für das gesamte H₂-Ökosystem

Auf die Wasserstoffproduktion folgen weitere technologische Bausteine, die HyConnect gemeinsam mit Partnern realisiert – von Speicherung und Distribution über mobile und stationäre Betankungssysteme bis hin zu Anwendungen in Fahrzeugen und industriellen Prozessen.

💡 Unsere Leistungen umfassen:

  • Machbarkeitsstudien und Projektvorbereitung,

  • Standortwahl und Analyse lokaler Biomassequellen,

  • Technologie-Design und Lieferantenkoordination,

  • Realisierung und Inbetriebnahme der Anlagen.


🔋 H₂-Kraft-Wärme-Kopplung – effiziente Energienutzung aus Wasserstoff

Zum Portfolio von HyConnect gehören auch H₂-Kraft-Wärme-Kopplungssysteme (H₂-KWK), die eine kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme direkt aus Wasserstoff ermöglichen.
Damit wird jeder produzierte Kilogramm H₂ optimal genutzt und die Gesamteffizienz des Energiesystems deutlich gesteigert.

Die H₂-KWK-Einheiten eignen sich insbesondere für:

  • Industriebetriebe – lokale Energie- und Wärmeversorgung,

  • Kommunen und Energiegemeinschaften – unabhängige Versorgung auf Basis erneuerbarer Energien,

  • Kreislaufwirtschaftsprojekte – Verbindung lokaler Biomassequellen mit dezentralem Energieverbrauch.

So entsteht ein geschlossener Wasserstoffkreislauf: Erzeugung – Speicherung – Nutzung.


🌍 Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft

Das Ziel von HyConnect ist es, eine wirtschaftlich sinnvolle und regional verankerte Dekarbonisierung zu fördern – auf Basis lokaler Ressourcen, Kreislaufwirtschaft und internationaler Kooperation.

Jedes Projekt verstehen wir als Chance, Innovation, Menschen und Regionen zu verbinden – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung in der Praxis.


Wasserstoff und internationale Zusammenarbeit

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???? Lluis Sanvicens sent me a contact request at the end of February, which I was very happy to confirm. Right after that he sent me a message with a business offer. ????

???? Lluis was looking for a partner for a study - "???????????????????? ???????? ???????????? ???????????????? ???????? ???????????????????????????????? ???????? ???????????????????? ????????????????????????????????" - for ???????????? ???????????????????? ????????????????????????????????.

???? As Lluis dominates with very high and valuable expertise in transport, energy and project management, he was looking for someone with hydrogen knowledge. He immediately sent me all the documents about the study so that I could make a decision.

???? I had to go through everything very carefully and think about it first. That took some time.

???? In between Lluis was very active. On LinkedIn he has Dr. Canan Acar found. She formed a team with him for the study.

???? After a few days, Lluis contacted me again. The two still need someone who has experience in automotive and hydrogen. I didn't hesitate any longer and I immediately agreed that I would be very happy to join the team and take part in the study.

???? The preparation wasn't easy. Lluis organized everything very brilliantly and shared the tasks between us. Each of us had one or more parts to be responsible for. I have to say that Lluis had most of the duties to those in charge. He also has a lot of experience conducting the studies. ????

???? My part was " ???????????????????????????????? ???????????????? ???????????????????????????????????????????? ???????????? ???????????????????????????????????????? ????????????????????????????????". Since I have some ideas in my head, it was no problem for me to write the methodology for them. ????

???? Lluis sent all the documents to the EIT UM in good time. We then waited excitedly for almost a month for the results of the tender. The result came a few days ago - unfortunately it was not positive.

???? For me, however, it was a great experience, as I have not had the opportunity to conduct such studies until now.

???? I am very happy that I had the opportunity to experience this, to participate in the preparation and, above all, to get to know the Lluis. I think we will have another opportunity to work with Lluis in the future.